Der Bus rollt… in Manenberg

Es gibt neues von unserem Busprojekt in Südafrika! Die Vision eines Doppeldecker-Busses als mobiles Jugend- und Gemeindezentrum für die Gang-Gegenden der Cape Flats tragen wir schon seit 2013. Nun, nach ca. einem Jahr Umbauzeit mit vielen Rückschlägen und Verzögerungen, war es nun im August endlich an der Zeit, mit dem Projekt in Manenberg zu beginnen.

 

Manenberg ist Heimat von etwa 52.000 Menschen und eine der berüchtigtsten Schlüsselgegenden, wenn es um Gangaktivitäten, Drogen und die Herausforderungen geht, die damit einhergehen. Regelmäßig finden Schießereien zwischen Straßengangs und Polizei statt und in den letzten paar Wochen wurde eine Reihe von Menschen getötet. Und das ist der Ort, von dem wir glauben, dass Gott will, dass wir diesen neuen Dienst beginnen.

 

Es war ein Anfang nicht ohne Herausforderungen. Als wir gerade nach Manenberg einbiegen wollten, erhielten wir nur wenige hundert Meter entfernt eine Nachricht lieber nicht zu kommen, da die Schießerei in der unmittelbaren Umgebung zu intensiv war. Sollten wir abbrechen und zu unserem „sicheren Hafen“ zurückkehren oder diesen Schritt im Glauben nehmen und Gott vertrauen, dass er vor uns hergeht? Schließlich wollen wir sehen, dass Gott auftaucht und Veränderung bringt und eben auch diejenigen erreichen, die die Waffen haben.

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Wir hatten als Team den Eindruck, dass wir weitermachen und trotz der Schießerei Manenberg betreten sollten, allerdings mit Gebet und Lobpreis. Und so fuhren wir zuerst die Hauptstraße von Manenberg auf und ab und spielten das Lied “There is power in the name of Jesus, to break every chain” (Übersetzt: “Es ist Macht im Namen Jesu – um jede Kette zu brechen”) laut über Außenlautsprecher. Die Leute waren etwas überrascht, aber zugleich froh, uns zu sehen.

 

Manenberg Sept 2017 5Wir parkten auf dem Bürgersteig in einem Gebiet, dass genau auf der Grenze zweier verfeindeter Gangs lag und obgleich der Generator, der unsere gesamte elektrische Ausstattung betreibt, innerhalb weniger Minuten den Geist aufgab, machten wir das Beste daraus und begannen mit den Menschen der unmittelbaren Umgebung Kontakt aufzunehmen. Schließlich geht es nicht um Musik, heißen Kaffee oder Programme, sondern um Gott und die Menschen – in dieser Gegend innerlich sehr verletzte und zerbrochene Menschen, die die Liebe und Wahrheit Jesu brauchen, um heil und frei sowie zu einem Anker der Stabilität in ihrer instabilen Umgebung zu werden. Und obwohl in der Nähe Schüsse zu hören waren, blieben die Leute ruhig und blieben bei uns, anstatt in ihren Häusern Schutz zu suchen. Wir konnten den Frieden Gottes spüren.

 

Manenberg Sept 2017 9Und so verbrachten wir in den letzten Wochen zweimal wöchentlich Zeit mit einer Menge neugieriger Kinder, die teils schon mit 10 Jahren nicht mehr die Schule besuchen, mit Müttern mit Babys, mit Gangmitgliedern und Drogenabhängigen, um ihnen die Liebe Gottes nahe zu bringen. Und obwohl unser Generator immer noch nicht läuft, ist es richtig gut.

 

Unser Team betete etwa für eine Frau, die seit Jahren unter Schmerzen aus einer gebrochenen Hüfte litt und sie ging danach schmerzfrei nach Hause. Verschiedene Personen wandten sich bewusst Gott zu, während andere um Gebet baten. Es herrscht ein greifbarer Hunger nach Hoffnung mitten in einer Gegend der Hoffnungslosigkeit vor. In ein paar Wochen werden wir einen Drogenkurs und später auch andere Programme beginnen. Und so danken wir Gott für alles, das er gerade tut!

 

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  • Jens Loreit

    Hallo Ihr Lieben,

    ich bin Gott so dankbar ein Teil von euch zu sein, obwohl ich „nur“ durch Gebete helfen kann.
    Ich predige in meiner Gemeinde am 8.10. über “ Vergeltung durch Liebe“ aus Matthäus 5,38-48.
    Ihr lebt es dort im krassem Stil, aber wir beten und wollen es auch in Bremerhaven tun mit Gottes Hilfe!

    seit weiterhin gesegnet
    Gruß
    Jens

    Antworten

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